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…., das war echt krass

Wenn in Leipzig Messe war, fuhr mein Papa und ich nach Leipzig und besuchten Verwandte. Oh je, waren da drüben die Straßen schlecht, Schlaglöcher und alles so holprig und irgendwie sahen manche Häuser richtig runtergekommen aus.

Manchmal waren da lange Menschenschlangen, weil es irgendwas Besonderes zu kaufen gab. Ananas oder Bananen, vielleicht war es auch Klopapier, keine Ahnung.

Da gab es Nachbarn die genau schauten, wer im Haus ein und aus geht, die führten sogar Buch darüber..und petzten, wenn jemand auffällig war.

Man durfte da auch nie seine Meinung äußern und man musste aufpassen was man sagte. Sonst waren nicht nur die beruflichen Chancen schlecht.

Die Politik zockte dort so richtig das Volk ab und glaubten sogar , es sei richtig so. Wehe man sagte etwas dagegen.

Die Medien waren manipuliert, zensiert und man hörte nur was man hören durfte, soll.

Ganz traurig war, dass die Menschen dort nicht reisen durften, nur Auserwählte durften dies. Irgendwie war das ein großes Gefängnis.

Keine Ahnung wie andere darüber dachten, ich war immer froh, wenn ich wieder auf der anderen Seite von Deutschland war, da war alles anders.

Könnt ihr Euch auch noch an die Zeit erinnern? Gut das die Grenzen gefallen sind und wir es nun alle besser haben.

an was man so alles denkt, wenn man so in der Schlange steht. Endlich mal Zeit vor sich hin zu Träumen. Dankbar sein, dass heute alles viel besser ist.

11 Antworten auf „…., das war echt krass“

Der Osten ist ein Thema für sich. Vieles ist in den Großstädten – z.B. Leipzig, Dresden – wieder aufgebaut, aber wie die Menschen geprägt sind, wie sie denken und fühlen hat noch ganz viel mit der DDR zu tun. Siehe die Gründung von Pegida hier in Dresden. Ich fühle mich im Osten nicht richtig wohl und will deshalb wieder zurück in den Westen.

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Viele, die heute Corona-Maßnahmen mit der DDR oder sogar dem III: Reich vergleichen, haben vergessen oder verdrängt wie das damals wirklich war. Jetzt geht es ihnen so gut wie nie zuvor und sie wünschen sich trotzdem die „gute alte Zeit“ zurück, die es so nie gab. Gerade Covid-219 kann uns bewusst machen, dass wir – selbst in einer Krise! – privilegiert sind.

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Schlaglöcher?
Vermisse ich nicht, fahr mal durch BaWü, da hast Du DDR-Straßen 🙂
Auf dem (Fuß)-weg zur Arbeit waren bis vorige Woche 2 Löcher mit ca. 15 cm Tiefe und 50 Breite mitten auf der Straße.Die anderen Löcher (normale) fallen mir schon nimmer auf, war immer so. Die eine oder andere Straße fährt man lieber (nüchtern) in Schlangenlinien.
Es ist erholsam mal durch die Schweiz zu fahren, die haben richtige Straßen, der Schock kommt, wenn man über den Grenzübergang nach Italien reinkommt. Nix gegen Italien 🙂

Anderes Thema.

Ich komme zur Ausbildung 1990 in den „Westen“ BaWü und fahr in meiner Freizeit mit der Bahn durch Deutschland,Frankreich, Luxemburg, Österreich. Als ich durch das Saarland fuhr, traf mich der Schlag, OMG, ich bin wieder Zuhause – ich dachte, ich wär in der DDR. Die Fabriken, öffentlichen Gebäude, Industriegebiete alles heruntergekommen. Nix gegen das Saarland. War erst 2020 da – Zoo Saarbrücken.

Wuppertal, alternativ Gelsenkirchen – da muss man mal zu Fuß vom Bahnhof in Richtung Innenstadt gehen, da denkste (wenn man aus Süddeutschland kommt) Du machst eine Zeitreise mit den DeLorean DMC-12 – naja nicht Richtung Zukunft … 🙂

Das mit den Anstehen – da hab ich eine Allergie durch die DDR – wenn es nicht zwingend nötig ist, bin ich weg – keinen Bock drauf, war früher blöd genug.

Die Pandemie hat mich tatsächlich geerdet. Die Sache mit dem Klopapier 2020 war wirklich eine Zeitreise in Honecker´s Arbeiter-und Bauernparadies 😉

Auf die Frage, kann ich mich erinnern – ganz deutlich ja.

Meine Firma – Staatskonzern – ist in Bezug auf auf Ersatzteilknappheit, Bürokratie und Fehlwirtschaft keinen Deut besser als ein VEB von damals, nur dass die Brigadeleiter und Helden der Arbeit heute englische Phantasienamen tragen, die Engländer so nie verwenden würden.

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Ich lebte damals noch in Montreal und flog von dort jährlich zur Leipziger Buchmesse. Das war extrem exotisch zugegebener Maßen auch für mich. Da ich u.a. die schwedische Staatsbürgerschaft besaß, wurde ich sehr umworben, aber ehrlich gesagt kam mir alles so atemberaubend bieder vor, dass ich erst wieder zurück in Montreal das Gefühl hatte, Luft zu bekommen. Obwohl ich in Deutschland von deutschen Eltern bei Köln geboren wurde, kam ich mir wie ein Ethnologe vor.
Danke fürs Teilen deiner Post.
Alles Gute
All the best
The Fab Four of Cley
🙂 🙂 🙂 🙂

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